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Geschäftsbericht 2025
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Verwaltungsratspräsident und CEO im GesprächBotschaft des VerwaltungsratesSchindler in KürzeUnser GeschäftsmodellNachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeits Roadmap 2030Fortschritt auf unserer Nachhaltigkeits Roadmap 2030
Was die Welt bewegtEnhancing the quality of urban living
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Innovation und TechnologieMarktbericht
Cloudbasierte Anlagen sind der neue StandardModulares ProduktangebotGeschäftsjahr 2025
Informationen für unsere Aktionäre
FünfjahresübersichtNamenaktie/PartizipationsscheinNachhaltigkeitskennzahlenFinanzkalender
Finanzbericht
Konzernrechnung
KonzernerfolgsrechnungKonzerngesamtergebnisrechnungKonzernbilanzKonzerneigenkapitalKonzerngeldflussrechnungAnhang zur Konzernrechnung
1 Allgemeine Informationen2 Grundlagen der Abschlusserstellung3 Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze4 Umsatz5 Segmentberichterstattung6 Mitarbeitende7 Übriger Betriebsaufwand8 Finanzergebnis9 Finanzinstrumente und Risikomanagement10 Forderungen11 Finanzanlagen12 Verbindlichkeiten13 Passive Rechnungsabgrenzungen14 Finanzschulden15 Vertragsposten16 Vorräte17 Sachanlagen18 Leasing19 Immaterielle Vermögenswerte20 Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten21 Ertragssteuern22 Eigenkapital und Gewinn pro Aktie23 Unternehmenszusammenschlüsse24 Veräusserung von Konzerngesellschaften25 Geldflussrechnung26 Nahestehende Personen27 Wesentliche Konzerngesellschaften
Bericht der Revisionsstelle
Jahresrechnung der Schindler Holding AG
ErfolgsrechnungBilanzAnhang zur Jahresrechnung
1 Geschäftstätigkeit2 Grundlagen der Abschlusserstellung3 Finanzergebnis4 Finanzanlagen5 Beteiligungen6 Verzinsliche Verbindlichkeiten7 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten8 Derivate9 Eigenkapital10 Eventualverbindlichkeiten11 Aktienbasierte Vergütung12 Bedeutende Aktionäre
Verwendung des BilanzgewinnesBericht der Revisionsstelle
Corporate Governance
1 Konzernstruktur und Aktionariat2 Kapitalstruktur3 Verwaltungsrat, Verwaltungsratsausschüsse4 Konzernleitung5 Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen6 Mitwirkungsrechte der Aktionäre7 Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen8 Revisionsorgan9 Informationspolitik10 Handelssperrzeiten
Vergütungsbericht
1 Governance2 Vergütungsleitlinien3 Vergütungssystem Verwaltungsrat4 Vergütungssystem Konzernleitung5 Vergütungen für das Berichtsjahr6 Vergütungen für das Vorjahr7 Leistungen an frühere Organmitglieder8 Darlehen und Kredite9 Anträge an die Generalversammlung 202610 Beteiligungsverhältnisse11 Externe FunktionenBericht der Revisionsstelle
Nonfinancial Report
1 General information2 Environmental information3 Social information4 Ethics and integrity governance5 Key figures and performance indicators6 About this reportGRI content indexTCFD / Swiss Ordinance on Climate Disclosures content indexIndependent practitioner’s limited assurance report
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9 Finanz­instrumente und Risikomanagement

9.1 Kategorisierung und Bewertung

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Flüssige Mittel, Forderungen, aktive Rechnungsabgrenzungen und kurzfristige und langfristige Finanzanlagen. Finanzielle Vermögenswerte werden wie folgt kategorisiert und bewertet:

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen Schuldinstrumente, die gehalten werden, um vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen, die ausschliesslich Tilgungs- und Zinszahlungen sind. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum Fair Value inklusive Transaktions­kosten. Anschliessend erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzins­methode. Zinsen, Fremdwährungseffekte und Wertberichtigungen werden in der Erfolgs­rechnung erfasst, ebenso Gewinne und Verluste bei Aus­buchung.

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewertet werden, umfassen Eigenkapital- und Schuldinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten werden, und Derivate, sofern diese nicht als Sicherungsinstrumente für Hedge Accounting designiert sind. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value. Dividenden und Änderungen im Fair Value werden in der Erfolgsrechnung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte, die zum Fair Value im übrigen Gesamt­ergebnis zukünftig nicht als in die Erfolgs­rechnung umgliederbar (FVOCI, nicht umgliederbar) bewertet werden, umfassen Eigenkapital­instrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum Fair Value inklusive Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zum Fair Value. Dividenden werden in der Erfolgsrechnung erfasst, während unrealisierte Änderungen im Fair Value und Fremdwäh­rungs­­effekte im übrigen Gesamtergebnis erfasst werden. Bei Ausbuchung verbleiben die im übrigen Gesamt­ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste in den Gewinn­reserven.

Zugänge und Abgänge von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die damit verbundenen Rechte an den resultierenden Geld­flüssen verkauft wurden oder verfallen sind.

Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten

Für Schuldinstrumente, die nicht nach FVPL bewertet sind, werden Wertberichtigungen für die über die Gesamtlaufzeit zu erwartenden Kreditausfälle, so­genannte Expected Credit Losses (ECL), erfasst. Die ECL basieren auf der Differenz zwischen den vertraglich vereinbarten Geldflüssen und den Geldflüssen, welche vom Konzern effektiv erwartet werden. Aufgrund des geringen Ausfallrisikos von Schuld­instrumenten wendet der Konzern für deren Bewertung grundsätzlich einen 12-monatigen ECL an. Zu jedem Stichtag wird eine Beurteilung durchgeführt, ob das Schuldinstrument weiterhin ein geringes Ausfallrisiko aufweist. Für Schuld­instrumente mit einem im Vergleich zur Ersterfassung wesentlich gestieg­enen Ausfallrisiko wird die Wertberichtigung auf einem über die Gesamtlaufzeit ermittelten ECL angesetzt.

Für Forderungen und aktive Vertragsposten wendet der Konzern den vereinfachten Ansatz an, wonach eine zu erwartende Wertberichtigung über deren Gesamtlaufzeit erfasst wird. Diese basiert auf einer Wertberichtigungstabelle. Den Anmerkungen 10 und 15 sind Informationen zu den Wertberichtigungen zu ent­nehmen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten, passive Rechnungsabgrenzungen, kurzfristige und langfristige Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden wie folgt kategorisiert und bewertet:

Finanzielle Verbindlichkeiten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen alle finanziellen Verbindlichkeiten, welche nicht erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewertet werden. Die Erst­erfassung erfolgt zum Fair Value inklusive Trans­aktionskosten. Anschliessend werden die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaf­fungskosten unter Anwendung der Effektiv­zins­methode bewertet. Zinsen und Fremdwährungseffekte werden in der Erfolgsrechnung erfasst, ebenso Gewinne und Verluste bei der Ausbuchung.

Finanzielle Verbindlichkeiten, welche erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewertet werden, umfassen Derivate, sofern diese nicht als Sicherungsinstrumente für Hedge Accounting designiert sind, und bedingte Gegen­leistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value. Änderungen im Fair Value werden in der Erfolgsrechnung erfasst.

Finanzverbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt sind, die Verpflichtungen auslaufen oder annulliert werden.

Die Kategorisierung der Finanz­instrumente und deren Buchwerte sind nachstehend dargestellt:

Mio. CHF   Fort­geführte Anschaf­fungs­kosten   FVPL   Hedge Accounting   FVOCI umglie­derbar   FVOCI nicht umglie­derbar   Total Finanz­instrumente   Nicht-Finanz­instrumente   Total
Per 31. Dezember 2025                                
Flüssige Mittel   2 304                   2 304       2 304
Kurzfristige Finanzanlagen   1 929   48   1           1 978       1 978
Forderungen   1 873                   1 873   91   1 964
Aktive Rechnungsabgrenzungen   –                   –   118   118
Langfristige Finanzanlagen und sonstige Vermögenswerte   153   67           132   352   51   403
Total   6 259   115   1       132   6 507   260   6 767
                                 
Verbindlichkeiten   1 101                   1 101   272   1 373
Passive Rechnungsabgrenzungen   907                   907   204   1 111
Finanzschulden   166   4   6           176       176
Leasingverbindlichkeiten   512                   512       512
Total   2 686   4   6           2 696   476   3 172
                                 
Per 31. Dezember 2024                                
Flüssige Mittel   2 599                   2 599       2 599
Kurzfristige Finanzanlagen   1 425   52   4           1 481       1 481
Forderungen   1 932                   1 932   81   2 013
Aktive Rechnungsabgrenzungen   –                   –   103   103
Langfristige Finanzanlagen und sonstige Vermögenswerte   211   64       4   238   517   47   564
Total   6 167   116   4   4   238   6 529   231   6 760
                                 
Verbindlichkeiten   1 143                   1 143   249   1 392
Passive Rechnungsabgrenzungen   864                   864   215   1 079
Finanzschulden   301   12   6           319       319
Leasingverbindlichkeiten   493                   493       493
Total   2 801   12   6           2 819   464   3 283

Finanzielle Vermögenswerte im Umfang von CHF 16 Mio. sind verpfändet und dienen der Sicherstellung von Verbindlichkeiten des Konzerns (Vorjahr: CHF 19 Mio.).

9.2 Fair Values

Finanz­instrumente, welche zum Fair Value bewertet werden, sind einer der folgenden drei Hierarchie­stufen zugeteilt. Die Zuteilung erfolgt anhand der Inputfaktoren, welche für deren Bewertung zur Anwendung kommen.

Stufe 1: Fair Values werden mittels notierter Preise auf aktiven Märkten bestimmt. Die Fair Values kotierter Eigen­kapitalinstrumente und Anleihen werden mittels Input­faktoren der Stufe 1 bestimmt.

Stufe 2: Fair Values werden mittels notierter Preise auf nicht aktiven Märkten oder nach der Discounted-­Cashflow-Methode, welche auf beobachtbaren Marktdaten basiert, bestimmt. Die Fair Values von Derivaten werden mittels Inputfaktoren der Stufe 2 ermittelt.

Stufe 3: Fair Values werden mittels externer Bewertungs­gutachten oder nach der Discounted-Cashflow-­Methode, welche auf nicht beobacht­baren Markt­daten basiert, bestimmt. Die Fair Values von Private-Equity-Anlagen und von nichtkotierten Eigenkapitalinstrumenten werden mittels Input­faktoren der Stufe 3 bestimmt.

Der Buchwert von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanz­instrumenten stellt eine angemessene Annäherung an ihre Fair Values dar.

Die Fair Values der Finanz­instrumente nach Hierarchiestufe gliedern sich wie folgt:

2025   2024
In Mio. CHF   Fair Value   Stufe   Fair Value   Stufe
Finanzielle Vermögenswerte                
Kurzfristige Finanzanlagen – ausser Derivate   41   1   41   1
Kurzfristige Finanzanlagen – Derivate   7   2   11   2
Langfristige Finanzanlagen   67   1   64   1
Finanz­instrumente erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL)   115       116    
Kurzfristige Finanzanlagen – Derivate   1   2   4   2
Hedge Accounting   1       4    
Langfristige Finanzanlagen           4   1
Schuldinstrumente zum FVOCI, umgliederbar           4    
Langfristige Finanzanlagen   118   1   227   1
Langfristige Finanzanlagen   14   3   11   3
Eigenkapitalinstrumente zum FVOCI, nicht umgliederbar   132       238    
                 
Finanzielle Verbindlichkeiten                
Kurzfristige Finanzschulden – Derivate   4   2   12   2
Finanz­instrumente erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL)   4       12    
Kurzfristige Finanzschulden – Derivate   6   2   6   2
Hedge Accounting   6       6    

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ist kein Übertrag zwischen den Hierarchiestufen erfolgt.

Langfristige Finanzanlagen mit einem Fair Value der Stufe 3 haben sich wie folgt verändert:

In Mio. CHF   2025   2024
1. Januar   11   8
Zugänge   –   4
Im übrigen Gesamtergebnis erfasste Wertänderungen   3   –1
31. Dezember   14   11
9.3 Derivate und Hedge Accounting

Der Konzern sichert seine Zins- und Währungsrisiken ab, welche aus operativer Tätigkeit, Finanztransak­tionen oder Investitionen resultieren. Die Absicherung erfolgt mittels Derivaten, welche erfolgs­wirksam zum Fair Value (FVPL) bewertet werden. Aus­genommen davon sind Derivate, die als Sicherungsinstrumente für Hedge Accounting designiert sind.

Damit Hedge Accounting angewendet werden kann, müssen verschiedene Bedingungen hinsichtlich Dokumen­tation, Eintritts­wahr­scheinlichkeit, Wirksamkeit des Sicherungs­instruments sowie Verlässlichkeit der Bewertung erfüllt sein. Der Konzern entscheidet situativ, ob Hedge Accounting angewendet wird.

Wertschwankungen aus Cashflow Hedges werden im übrigen Gesamtergebnis erfasst und in die Erfolgsrechnung umgegliedert, wenn die abgesicherte Transaktion erfolgswirksam wird. Unwirksame Wertschwankungen werden direkt im Finanz­ergebnis erfasst.

Wird aufgrund einer mit Hedge Accounting abge­sicherten Transaktion ein nicht mo­netärer Vermögenswert oder eine nicht monetäre Verbindlichkeit angesetzt, werden die Beträge direkt von den übrigen Reserven auf den Wert per Erstbewertung des nicht monetären Vermögens­wertes oder der nicht monetären Verbindlichkeit übertragen.

Die folgende Tabelle fasst die Fair Values und die Nominalbeträge der Fremdwährungsderivate zusammen:

2025   2024
In Mio. CHF   Fair Value Finanz-anlagen   Fair Value Finanz-schulden   Nominal­betrag   Fair Value Finanz-anlagen   Fair Value Finanz-schulden   Nominal­betrag
Fair Value Hedges   –   –   33   –   –   20
Cashflow Hedges   1   6   257   4   6   257
Nicht für Hedge Accounting verwendet   7   4   1 670   11   12   1 441
Total Derivate   8   10   1 960   15   18   1 718
9.4 Finanzrisikomanagement

Der Konzern ist allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung haben können. Grundsätze und Richtlinien zur Steuerung dieser Risiken werden jährlich durch den Verwaltungsrat, den Aufsichts- und Strategieausschuss und die Konzernleitung beschlossen.

Ziel des Risikomanagements ist es, nachhaltiges Wachstum zu fördern, die Wertschöpfung zu steigern sowie potenziell nachteilige Effekte auf die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement wird vom Aufsichts- und Strategieausschuss sowie vom Finanzaus­schuss überwacht. Der Finanzaus­schuss setzt sich aus internen Experten zusammen, die nicht Mitglieder des Verwaltungsrates sind.

Um die Auswirkungen unterschiedlicher Marktgegebenheiten einschätzen zu können, werden Sensitivitäts­­analysen durchgeführt. Sie ermöglichen die konzernweite Beur­teilung von Risikopositionen. Die Analysen quantifizieren näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn einzelne Parameter isoliert im definierten Umfang verändert werden. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung können aufgrund der eingetretenen Marktentwicklung davon abweichen.

Die wichtigsten finanziellen Risiken, welchen Schindler ausgesetzt ist, sind folgende:

Zinssatzrisiken

Risiko resultiert aus Zinssatzänderungen, die sich negativ auf die Konzernrechnung auswirken können. Wesentliche Risiken ergeben sich aus Finanz­instrumenten in CHF, EUR, USD, BRL, CNY oder INR.

Fremdwährungs­risiken

Risiko entsteht durch Transaktionen in anderen Währungen als der Funk­tional­währung der Konzerngesellschaft. Wesentliche Risiken ergeben sich aus Transaktionen in EUR, USD, BRL, CNY oder INR.

Preisrisiken

Risiko resultiert aus Änderungen in der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten.

Liquiditätsrisiken

Risiko resultiert, falls Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht erfüllt oder Fremdmittel nicht refinan­ziert werden können.

Kreditrisiken

Risiko resultiert aus der Unfähig­keit oder dem Unwillen der Gegen­­parteien von finan­ziellen Vermö­gens­werten, ihrer Zahlungs­verpflichtung nach­zu­kommen.

Zinssatzrisiken

Um Zinssatzrisiken zu mindern, überwacht der Konzern kontinu­ierlich die auf seine finanziellen Verbindlichkeiten anwendbaren Zinssätze und ist nur zu einem geringen Anteil kreditfinanziert. Änderungen der Zinssätze können jedoch den Zinsertrag des Konzerns beeinflussen.

Risiken aus Zinssatzänderungen werden anhand von Sensitivitätsanalysen abgebildet, welche den Einfluss von Änderungen der Marktzinssätze auf den Zinsaufwand und den Zinsertrag darstellen. Wäre das Markt­zinsniveau im Berichtsjahr um einen Prozentpunkt höher oder tiefer gewesen, wäre das Nettozins­ergebnis um CHF 38 Mio. höher oder tiefer ausgefallen (Vorjahr: CHF 34 Mio. höher oder tiefer).

Fremdwährungsrisiken

Der Konzern mindert seine Fremdwährungsrisiken durch das natürliche Hedging der Ertragswährung mit der Aufwandswährung sowie durch den Einsatz von derivativen Finanz­instrumenten zur Absicherung von Transaktionen. Die konzerninterne Finan­zierung erfolgt in Lokalwährungen. Fremdwährungsrisiken werden regelmässig durch das Key Management überwacht. Spekulative Investitionen in Fremdwährungen sowie die Aufnahme von Fremdkapital in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Die folgende Tabelle zeigt die Nettopositionen wesentlicher Währungsabsicherungen und deren Auswirkungen auf das Finanzergebnis bei Wertschwankungen von +/–5%.

2025   2024
In Mio. CHF   Netto­position   Sensitivität +/–5%   Netto­position   Sensitivität +/–5%
EUR   174   +9 / –9   185   +9 / –9
USD   –54   –3 / +3   –37   –2 / +2
BRL   –   –   –25   –1 / +1
CNY   52   +3 / –3   52   +3 / –3
INR   –12   –1 / +1   –12   –1 / +1

Nicht abgesicherte Nettopositionen belaufen sich auf unter CHF 10 Mio. und die daraus resultierenden Fremdwährungsrisiken sind für den Konzern unwesentlich (Vorjahr: unter CHF 10 Mio.).

Preisrisiken

Zur wirksamen Steuerung und Minderung zugrunde liegender Preisrisiken werden Entscheidungen über Investitionen in Eigenkapitalinstrumente ausschliesslich durch den Aufsichts- und Strategieausschuss, den Finanzausschuss oder von Global Treasury getroffen.

Per 31. Dezember 2025 hält der Konzern Eigenkapitalinstrumente im Umfang von CHF 155 Mio. (Vorjahr: CHF 261 Mio.). Wäre das Kursniveau der Eigenkapitalinstrumente zum 31. Dezember 2025 um 10% höher oder tiefer gewesen, wäre das Finanzergebnis um CHF 2 Mio. und das übrige Gesamtergebnis um CHF 13 Mio. höher oder tiefer ausgefallen (Vorjahr: CHF 2 Mio. respektive CHF 24 Mio. höher oder tiefer).

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken werden durch die Aufrechterhaltung einer erheblichen Liquiditätsreserve in flüssigen Mitteln sowie durch die effiziente Nutzung der Kapitalmärkte zur Finanzierung auf Grundlage der Kredit­würdigkeit von Schindler gemindert.

Zukünftige Mittelabflüsse im Zusammenhang mit den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

  Geldabflüsse
In Mio. CHF   Buchwerte   Total   < 1 Jahr   1–5 Jahre   > 5 Jahre
Per 31. Dezember 2025                    
Verbindlichkeiten   –1 101   –1 101   –1 101        
Passive Rechnungsabgrenzungen   –907   –907   –907        
Derivate netto   –2   –2   –2   –   –
davon Zahlungsmittelzuflüsse       1 968   1 910   58   –
davon Zahlungsmittelabflüsse       –1 970   –1 912   –58   –
Leasingverbindlichkeiten   –512   –576   –158   –307   –111
Finanzschulden   –166   –166   –56   –110   –
Total   –2 688   –2 752   –2 224   –417   –111
                     
Per 31. Dezember 2024                    
Verbindlichkeiten   –1 143   –1 143   –1 143        
Passive Rechnungsabgrenzungen   –864   –864   –864        
Derivate netto   –3   –3   –3   –   –
davon Zahlungsmittelzuflüsse       1 733   1 658   75   –
davon Zahlungsmittelabflüsse       –1 736   –1 661   –75   –
Leasingverbindlichkeiten   –493   –579   –171   –315   –93
Finanzschulden   –301   –301   –209   –23   –69
Total   –2 804   –2 890   –2 390   –338   –162

Die vertraglichen Fälligkeiten basieren auf den nicht diskontierten, vertraglich vereinbarten Tilgungs- und Zinszahlungen.

Leasingverbindlichkeiten mit Geldabflüssen in mehr als fünf Jahren beinhalten Zahlungen für Leasingverträge­ von Grundstücken und Gebäuden, für welche der Konzern die Ausübung von vertraglich vereinbarten Verlängerungsoptionen als hinreichend sicher beurteilt hat. Die künftigen Geldabflüsse über zehn Jahre hinaus betragen weniger als CHF 30 Mio. (Vorjahr: weniger als CHF 30 Mio.).

Kreditrisiken

Kreditrisiken werden durch ein aktives Inkassomanagement von Forderungen und aktiven Vertragsposten sowie durch erhaltene Anzahlungen für Kundenverträge minimiert. Zudem bestehen Obergrenzen für den Wert von Finanz­instrumenten, welche mit einer einzelnen Finanzinstitution gehalten werden können.

Darüber hinaus ist angesichts der grossen Kundenbasis und der globalen Präsenz von Schindler die Konzentration der Kreditrisiken bei Forderungen und aktiven Vertragsposten begrenzt. Weitere Informationen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und auf aktiven Vertragsposten finden sich in den Anmerkungen 10 und 15.

Der Konzern investiert hauptsächlich in Festgelder und hochwertige, risikoarme und liquide Wertpapiere. Flüssige Mittel und Finanzanlagen werden bei Gegen­parteien gehalten, welche überwiegend ein Investment Grade Rating gemäss anerkannter Ratingagenturen aufweisen. Ein Rating von BBB– und höher wird als Investment Grade angesehen. Bei finanziellen Vermögenswerten ohne Rating, handelt es sich fast ausschliesslich um Festgelder, die bei Schweizer Kantonal­banken ohne veröffentlichte Ratings gehalten werden.

In Mio. CHF   AAA-Bereich   AA-Bereich   A-Bereich   BBB-Bereich   < BBB-Bereich   kein öffentliches Rating verfügbar   Total
Per 31. Dezember 2025                            
Flüssige Mittel   330   735   850   161   35   193   2 304
Kurzfristige Finanzanlagen   120   663   610   17   1   559   1 970
Langfristige Finanzanlagen   –   40   1   –   –   156   197
Total   450   1 438   1 461   178   36   908   4 471
                             
Per 31. Dezember 2024                            
Flüssige Mittel   328   811   924   174   47   315   2 599
Kurzfristige Finanzanlagen   120   512   347   8   1   478   1 466
Langfristige Finanzanlagen   –   50   –   4   –   202   256
Total   448   1 373   1 271   186   48   995   4 321

Die obenstehenden Informationen schliessen Derivate und Eigenkapitalinstrumente aus. Eigenkapitalinstrumente unterliegen ausschliesslich Preisrisiken.

Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement von Schindler ist darauf ausgerichtet, eine starke Kreditwürdigkeit und solide Kennzahlen sicherzustellen, den laufenden Geschäftsbetrieb zu unterstützen, nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen und die langfristige Wertschöpfung zu steigern. Das Kapital wird durch die Überwachung der Nettoliquidität und der Eigenkapitalquote gesteuert.

In Mio. CHF   2025   2024
Nettoliquidität   3 946   3 661
Eigenkapitalquote in %   43,9   42,1

Die offengelegten Kennzahlen sind als Non-GAAP-Messgrössen definiert. Die Definition dieser Messgrössen ist auf der Website des Konzerns verfügbar.